Unser Weg zum Wohnmobil und das Leben danach




Hanni im Kanal von Korinth
Unser Weg zum Wohnmobil und das Leben danach
Nach über 17 Jahren des Segelns im Mittelmeer auf unserem Boot „Dream of Life“ hatten Hanne und ich uns altersbedingt dazu entschlossen, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Unser gemeinsames, neues Abenteuer führte uns zum Kauf eines Wohnmobils, einem Challenger 260, den wir liebevoll „Chally“ getauft haben, bevor er überhaupt vor der Türe stand.
Der Entschluss, ein Wohnmobil zu erwerben, fiel in einer Zeit, die von besonderen Herausforderungen geprägt war. Hanne hatte vor einem Jahr die Diagnose Lungenkrebs erhalten, was uns brutal aus unserem gewohnten Alltag gerissen hatte. Nach einer schweren Lungenoperation und nachfolgender Chemotherapie haben wir uns jedoch wieder aufgerappelt und beschlossen, das Leben nicht vom Krebs bestimmen zu lassen. Trotz dieser schwierigen Umstände wollten wir neue Wege gehen und unsere Reise fortsetzen.
Wir bestellten unseren Challenger bei einem ortsnahen Händler. Da wir das Fahrzeug auflasten wollten, entschieden wir uns für ein Fiat-Chassis, da das Ford-Chassis hierfür nicht geeignet war. Der Kauf erfolgte zu Beginn der Korona-Pandemie, was sich jedoch als schwierig herausstellte. Die durch die Pandemie verursachte Teileknappheit in der Automobilindustrie führte zu erheblichen Lieferschwierigkeiten. Wir mussten zwei Jahre auf unseren Chally warten.
Im Juli 2023 konnten wir unser Wohnmobil endlich in Empfang nehmen. Um das Fahrzeug optimal auf unsere Bedürfnisse abzustimmen, ließen wir noch einige Umbauten zur Autarkie bei einem Fachhändler in München vornehmen. Außerdem erhielt unser Chally in Karlsruhe eine Keramikversiegelung, um es bestmöglich zu schützen. Der Restsommer danach war zu, kurz um viele Reisen zu unternehmen, sodass wir unsere Pläne auf das nächste Jahr verschieben mussten. Wir wollten eine Ostbalkan-Tour machen und kleinere Ausflüge ins Elsass und an die Mosel unternehmen.
Doch das Leben hatte andere Pläne. Der Krebs kam zurück – mit aller Macht. Nach einem Jahr des Kampfes erlöste Hanne im März 2025 der Tod, zuhause und an meiner Seite im eigenen Bett. Die Leere, die ihr Tod hinterlassen hat, ist kaum zu ertragen. Bis heute fällt es mir schwer, diesen Verlust zu verarbeiten.
Aus dem früherem Vagabundenleben






















Ein Video noch mit Hanne als Hauptdarsteller
Das Leben geht weiter
Dennoch weiß ich, dass das Leben weitergeht. Ich habe beschlossen, die gemeinsam geplanten Touren und Unternehmungen allein fortzusetzen. Wie ich das mental und praktisch bewältige, wenn überhaupt, möchte ich in meinem Blog und meinem YouTube-Kanal teilen. Mein Ziel ist es, Menschen in ähnlichen Situationen Mut zu machen und ihnen vielleicht ein wenig Hilfe und Ansporn zu geben.
Das Leben ist eine Reise – voller Höhen und Tiefen. Und auch wenn der Verlust schmerzt, so bleibt die Erinnerung an Hanne lebendig, und ich werde das, was wir begonnen haben, weiterführen.